Man kann Apple vieles vorwerfen, aber mit den Apps haben sie einen Begriff geprägt, der heute nicht mehr aus dem Sprachverbrauch zu verdrängen ist. Und dabei ist das iPhone gerade ein paar Jahre alt. Infolge des großen Erfolges des Appmarkts, den Apple über iTunes vertreibt, sind auch andere Hersteller mobiler Geräte auf den Zug aufgesprungen. Doch während es bei der Firma mit dem Apfellogo inzwischen Millionen von Apps gibt, rüsten die anderen mobilen Betriebssysteme erst langsam nach. Der Vorteil bei den OS von Android oder auch dem neuen Nokia meego ist die Tatsache, dass die Entwicklung von Apps viel freier erfolgen kann.
Die Hersteller setzen auch darauf, dass die Open Source Gemeinde dies nutzt und gute Anwendungen programmiert. Das Problem ist, dass gar nicht so viele verschiedene Apps geladen werden. Schon bei Apple Apps lässt sich eigentlich nicht viel verdienen, nur 2% der vorhandenen Applikationen werden in großem Umfang heruntergeladen, die meisten waren leider mehr oder weniger verschwendete Zeit der Programmierer. Zuversicht macht sich aber trotzdem in Zusammenhang mit der Linux Gemeinde breit. Das offene Betriebssystem ist schließlich ein Vorbild im Bereich Open Source.
Denn die meisten Menschen vergessen, dass Apple das Wort App nicht erfunden hat. Applikationen gab es auch schon vorher, es war halt der Name von Anwendungen, die auf einem Betriebssystem liefen, wie z. B. OpenOffice. Diese und weitere Software wurde auf Linuxsystemen entwickelt und gepflegt. Die Zukunft wird zeigen, ob in diesen Schmieden nur Apps entstehen, damit man auf einer langweiligen Busfahrt mit dem Handy das Wetter in Berlin checken kann oder großartige Zusatzprogramme, welche einen Download rechtfertigen und die Apple in die Schranken verweisen.
Bild: Kigoo Images / pixelio.de

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